Der wohl berühmteste Whistleblower der Welt, Edward Snowden, hat gegenüber der New York Times die vorbildlichen Sicherheitsvorkehrungen bei Apple gelobt. So habe Apple viele Sicherheitslücken geschlossen, die vorher von verschiedenen Regierungen zum Ausspähen der Bürger genutzt worden waren.

TIM COOK BLÄST ZUM ANGRIFF

Apples CEO Tim Cook kritisiert die amerikanische Regierung, Facebook und Google für deren Umgang mit Nutzerdaten. Auf dem EPIC-Event (Electronic Privacy Information Center) am 1. Juni betonte er ausdrücklich: „Wie viele andere, lehnt auch Apple es ab, dass Kunden einen Kompromiss zwischen Privatsphäre und Sicherheit eingehen müssen.“ Apple ist deshalb auch der US-Regierung schon ein Dorn im Auge. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt James Cole, warf Apple im Oktober letzten Jahres vor, Software für Kriminelle zu entwickeln und somit in Zukunft die Verantwortung für den Tod unschuldiger Kinder übernehmen zu müssen. Die Begründung: weil FBI, CIA, NSA und Konsorten keinen direkten Zugriff mehr auf die iPhones haben.

In der aktuellen iOS 8 werden nicht nur Daten verschlüsselt. Apple selbst speichert die zur Entschlüsselung nötigen Schlüssel nicht mehr selbst, was die meisten anderen Unternehmen noch tun. Somit kann Apple dann der Polizei und dem Geheimdienst natürlich auch nicht bei der Umgehung der Sicherheitssysteme behilflich sein.
APPLE AUCH BEI SOFTWARE AUF SICHERHEIT BEDACHT

Während sich Apple in der Vergangenheit natürlich insofern leicht getan hat, dass sie ihren Umsatz hauptsächlich mit Hardware machen, haben Facebook und Google ja in der Natur ihrer Produkte schon mehr Berührungspunkte mit kritischen Userdaten. Aber die neuen Softwarefeatures von iPhone, iWatch und Co., wie Apple Pay und HealthKit rücken jetzt Apple weiter in den Bereich in dem sensible Daten gesammelt werden können. Aber Tim Cook stellt klar, dass dies bei Apple nicht der Fall sein wird.
DATENSCHUTZ IST DAS NEUE VERKAUFSARGUMENT

Ob Cook und Apple tatsächlich so viel am Schutz der personenbezogenen Daten der User und deren Privatsphäre liegt, oder ob Googles letztes Vorpreschen zur Vereinfachung der Datenschutzeinstellungen seiner Nutzer ernstgemeintes Interesse oder „nur“ geschicktes Marketing ist, bleibt wohl offen. Eins ist aber klar: Die Konzerne sind sich der Tatsache bewusst, dass Datenschutz mittlerweile ein echtes Verkaufsargument ist und immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Trend ist da und wer jetzt nicht mit aufspringt bleibt zukünftig vielleicht zurück.

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