Wie wir alle wissen gibt es einen Grund warum soziale Netzwerke wie Facebook, google+, mySpace und andere ihren Service gratis anbieten und trotzdem Milliarden verdienen. Natürlich verfolgen diese Unternehmen kommerzielle Interessen wie jede andere Firma auch. Das wertvolle Gut sind hier allerdings die Daten der Nutzer, die geldbringend für allerlei Zwecke benutzt werden. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz stellt eine Orientierungshilfe zum Selbst-Datenschutz in sozialen Netzwerken bereit.

TIPP 1 – SCHAU GENAU

Überlegen Sie genau, wo und warum Sie welche persönlichen Daten preisgeben. Überlegen Sie immer: Würde ich das auch einem Fremden sagen oder zeigen? Bzw. ist die Angabe dieser Daten wirklich erforderlich?

TIPP 2 – AGB UND DATENSCHUTZERKLÄRUNG LESEN

Das machen wohl die wenigsten. Wer hat auch schon Lust seitenweise Kleingedrucktes in Juristenkauderwelsch zu lesen. Aber hier finden Sie eben auch die wichtige Information, was der Anbieter mit ihren Daten vorhat und was damit passiert wenn Sie das Netzwerk verlassen und Ihre Daten löschen möchten. Zusätzlich sollten Sie auch einen Blick in die Datenschutzerklärung werfen – dort finden Sie weitere Hinweise zum Umgang mit Ihren Daten.

TIPP 3 – PSEUDONYM VERWENDEN!

Nutzen Sie ruhig ein Pseudonym statt des echten Namens. Oder Nutzen Sie die Funktion in den Privatsphäreeinstellungen mancher Netzwerke um zumindest Ihren Nachnamen auf die Initiale zu reduzieren. Lassen Sie ruhig Felder Ihres Profils frei. Lassen Sie Postanschrift und Telefonnummer einfach weg. Die benötigt normalerweise keiner Ihrer „Freunde“ im Netzwerk.

TIPP 4 – DIE STANDARDEINSTELLUNGEN ÄNDERN

Ein ganz wichtiger Schritt nach der Anmeldung. Passen Sie die Privatsphäreeinstellungen auf Ihre Bedürfnisse an. Voreingestellt ist meistens eine Profilansicht, die Sie in allen Suchmaschinen auffindbar macht und zugleich alles was sich auf ihrem Profil tut für Jedermann einsehbar ist.

TIPP 5 – VIELLEICHT LIEST DER CHEF MIT

Überlegen Sie zweimal zu was Sie sich äußern. Vermeiden Sie am besten jegliche Äußerungen zu politischen Einstellungen, sexuellen Vorlieben, Ihrer Gesundheit oder Religion. Eventuell macht sich ja ein Arbeitgeber oder Vermieter über Sie im Internet schlau. Das Internet vergisst nicht. Einmal gepostete Informationen können selten gelöscht werden. Inhalte werden zwischengespeichert und archiviert. Auch im Cache finden sich oft noch Einträge, die eigentlich schon gelöscht wurden.

TIPP 6 – MANGELNDE SCHUTZVORKEHRUNGEN ERWÄGEN

Sie wissen nicht wie gut Ihre Daten in den Netzwerken geschützt werden. Bei manchen Anbietern ist es sogar gefährlich, sich anzumelden, solange man sich in einem WLAN-Netz befindet. Hier werden die Passwörter teilweise völlig unverschlüsselt übertragen. Wenn Sie dann das gleiche Passwort auch noch für Ihren Ebay- oder Paypal-Account verwenden, kann Ihnen eine böse Überraschung ins Haus stehen.

 

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