Gut 85 Prozent aller Deutschen sind Mitglied in mindestens einem sozialen Netzwerk. Wie kann man sich als Nutzer am besten selbst schützen um einen möglichst sicheren Umgang mit den Netzwerken zu erreichen? Edgar Wagner, Landesbeauftragter für den Datenschutz Rheinland-Pfalz, gibt in seiner Orientierungshilfe zwölf wichtige Tipps was Sie beachten sollten.

TIPP 7 – „FREUNDE“ SIND NICHT IMMER FREUNDE

Prüfen Sie Ihre „Freunde“ oder Kontakte mit einem kritischen Auge. Gerade wenn Sie die Leute nur über ein gemeinsames Interesse kennen, aber noch niemals „live“ gesehen haben, sollten Sie sich überlegen, ob Sie den Kontakt behalten wollen, wenn dieser Dinge postet die Sie so nicht vertreten. Auch Mitgliedschaften in Gruppen können viel über den Kontakt verraten.

TIPP 8 – PRO ACCOUNT EINE EXTRA E-MAIL

Wenn Sie je einen Account auf diversen Netzwerken haben und dabei immer dieselbe E-Mail Adresse verwenden, kann es schnell passieren, dass die Daten aus all diesen Netzwerken zusammengeführt werden. Wenn Sie sich also als John Doe bei Facebook wie die berühmte „Axt im Wald“ benehmen, kann das Profil über die E-Mail Adresse durchaus Ihrem geschäftlichen Xing Account zugeordnet werden. Vermeiden Sie auch Passfotos, biometrische Merkmale helfen ebenfalls beim Zusammenführen unterschiedlicher Profile.

TIPP 9 – VORSICHT URHEBERRECHT

Veröffentlichen Sie keine Bilder oder Videos anderer ohne deren Erlaubnis. Dies ist oftmals strafbar. Geben Sie keine Bilder als Ihre aus und nutzen Sie Fotos, deren Rechte Sie nicht halten, auf keinen Fall als Profil- oder Titelbilder. Dies sind ebenfalls Urheberrechtsverletzungen, die Sie teuer zu stehen kommen können.

TIPP 10 – SCHÜTZEN SIE IHRE KINDER

Überlassen Sie Ihre Kinder nicht sich selbst mit dem Thema soziale Netzwerke. Helfen Sie Ihnen vielmehr bei der Auswahl des Anbieters und beim Erstellen des Accounts. Gehen Sie mit Ihren Kindern vernünftige Regeln durch was Kontakte angeht und was das Veröffentlichen von Inhalten betrifft. Helfen Sie beim Einstellen der Privatsphäreeinstellungen.

TIPP 11 – LÖSCHEN STATT VERGESSEN

Wenn Sie ein Netzwerk nicht mehr nutzen, dann lassen Sie Ihr Profil auf keinen Fall brach liegen. Löschen Sie Ihr Profil. Achten Sie dabei darauf, dass Ihr Profil nicht nur stillgelegt oder deaktiviert wird. Andernfalls werden Ihre Daten immer auffindbar sein.

TIPP 12 – GESUNDER MENSCHENVERSTAND

Sie wissen nicht wie gut Ihre Daten in den Netzwerken geschützt werden. Bei manchen Anbietern ist es sogar gefährlich, sich anzumelden, solange man sich in einem WLAN-Netz befindet. Hier werden die Passwörter teilweise völlig unverschlüsselt übertragen. Wenn Sie dann das gleiche Passwort auch noch für Ihren Ebay- oder Paypal-Account verwenden, kann Ihnen eine böse Überraschung ins Haus stehen.

Haben Sie Tipp 1 bis 6 verpasst? Lesen Sie Teil 1 hier.

 

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