Die aktuelle Welle von Cyber-Angriffen, die seit ein paar Tagen weltweit die IT-Systeme zahlreicher Unternehmen und Institutionen gestört hat, hält weiter an. In Einzelfällen hat der Angriff massive Auswirkungen auf die Produktion und kritische Geschäftsprozesse von betroffenen Unternehmen. Das BSI gibt jetzt Empfehlungen wie man sich schützen sollte.

URSPRUNG DES ANGRIFFS

Ursprung und Schwerpunkt der Cyber-Attacke liegen offenbar in der Ukraine, allerdings hat sie weltweite Auswirkungen. Meldungen zufolge ist die Schadsoftware über die Update-Funktion einer in der Ukraine weit verbreiteten Buchhaltungssoftware namens MeDoc verteilt worden. Das BSI hält diese These nach einer ersten Einschätzung für plausibel. Dabei zeigt sich, dass die Schadsoftware Funktionen enthält, um sich unter Ausnutzung verschiedener Schwachstellen innerhalb eines Netzwerkes rasant weiterverbreiten zu können.

IT-SICHERHEIT IST CHEFSACHE!

Dazu erklärt BSI-Präsident Schönbohm: „Die aktuelle Cyber-Angriffswelle zeigt zum wiederholten Male deutlich, wie anfällig auch kritische Geschäftsprozesse in Unternehmen und Institutionen in einer digitalisierten Welt sein können. Man wird die Kompromittierung eines einzelnen Computers nicht immer verhindern können, aber sie darf nicht zum Ausfall eines ganzen Netzwerks führen! Angesichts der akuten Bedrohungslage rufen wir erneut dazu auf, Informationssicherheit zur Chefsache zu machen. Cyber-Sicherheit ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung.“

BSI EMPFEHLUNGEN ZUM SCHUTZ

    • De-Aktivierung der Auto-Update-Funktion der Software MeDoc oder Sperrung der Domain upd.me-doc.com.ua (92.60.184.55)
    • Aufgrund der Ausnutzung der gängigen Administratorenwerkzeuge psexec und wmic sollten die Administratorenrechte überprüft werden:
      • Lokale Administratoren sollten sich nicht über das interne Netz einloggen können
      • Lokale Administratoren dürfen auf unterschiedlichen Rechnern nicht das gleiche Passwort haben.
      • Idealerweise sollte der lokale Administrator deaktiviert sein
    • Netzwerke müssen segmentiert werden
    • Einspielen des Microsoft-Patches MS17-010
    • Aktualisierung der eingesetzten Antiviren-Programme
    • Mit bereits bestehenden Backups können Daten ersetzt werden

 

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