Wer dachte, dass mit Smart-Cars und Smart-TVs die Spitze des Eisbergs erreicht ist, liegt falsch. In den USA hat eine Bürgerin nun Sammelklage gegen einen Sex-Spielzeug-Hersteller eingereicht. Dessen „Smart-Vibrator“ sammelt pikante Nutzerdaten und speichert diese auf Servern in Kanada.

WE-VIBE RAVE

Was nach einer musikalischen Tanzveranstaltung klingt, ist der Name des Freudenspenders aus dem Hause Standard Innovation. Das besondere an dem Gerät: Es kann ausschließlich über eine App mit dem Smartphone bedient werden. Nicht nur das, man kann auch Partner dazu einladen, das Gerät von deren Smartphone zu steuern. Eine Offline-Bedienung ist ausgeschlossen. Der Haken an der ganzen Sache ist, das dabei genaue Nutzerprotokolle angelegt werden.

HEIKLE DATEN

Was man wohl als Nutzer eines solchen Spielzeugs nicht möchte, ist dass die genauen Nutzungszeiträume, Vibrationsstärken, Ger#tetemperatur oder Akkustände an den Hersteller übertragen werden…und das zusammen mit der E-Mail Adresse. Aber genau das wird dem Hersteller nun vorgeworfen. Echte „Big Brother-Fans“ können sogar noch eine integrierte Chat- und Videofunktion nutzen.

KEINE EINWILLIGUNG

Das eigentliche Problem an der Datensammlerei des Herstellers liegt aber wie so oft in der fehlenden Einwilligung der Nutzer. Eine solche wird nämlich nicht eingeholt. Im Gegenteil – die Klägerin wirft dem Unternehmen vor, diese Tatsache sogar noch zu verschleiern. Das Spielzeug ist auch in Deutschland für ca. 53 Euro im Handel erhältlich, aber wohl nur etwas für echte Exhbitionisten, denen es wirklich komplett egal ist wer über ihre Vorlieben im Schlafzimmer Bescheid weiß.

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