Hatten belgische Datenschützer im Winter noch gegen Facebook wegen der Verwendung des sogenannten Datr-Cookies vor Gericht gewonnen, gab es nun in der Revision eine derbe Niederlage.

DAS DATR COOKIE

Wie wir schon letzten November berichteten, hatten belgische Datenschützer wegen der Verwendung des Datr-Cookies geklagt und gewonnen. Die Problematik des besagten Cookies liegt darin, dass das Cookie beim Besuch der Facebook Seite auch bei Usern installiert wird, die selber keinen Facebook Account besitzen. Somit können man bei Facebook auch ganze Nutzerprofile von Personen erstellen, die mit voller Absicht NICHT bei Facebook registriert sein wollen.

COOKIE GEGEN CYBERATTACKEN

Wie Facebook versichert, werde das Cookie nicht etwa genutzt, um personalisierte Werbung für Nicht-Mitglieder anzubieten oder aktiviert, sobald jemand einen „Gefällt mir“-Knopf anklickt. Stattdessen soll das Cookie lediglich Fake-Profile entdecken und Hackerangriffe abwehren. Angeblich würde man die Cookie-Daten weder einzelnen Personen zuschreiben noch könne man diese mit einzelnen Personen in Verbindung bringen.

BEGRÜNDUNG DES GERICHTS

Diese Erklärungen waren aber für das Gericht letztlich gar nicht von Belang: Das Gericht entschied zugunsten Facebooks, einzig weil es der Auffassung ist, dass die belgische Datenschutzkommission hier gar nicht zuständig ist. Schließlich befindet sich Facebook mit seinem Europa-Sitz in Irland. Belgiens oberster Datenschützer, Willem Debeuckelaere, behält sich vor, hier noch ein weiteres Vorgehen zu prüfen und ein noch strengeres „Datenschutz-Auge“ auf Facebook zu werfen.

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