Ein belgisches Gericht hat gegen Facebook entschieden. Facebook sammle mithilfe des Datr-Cookies auch Daten von Nichtmitgliedern. Jetzt soll Facebook täglich 250.000 Euro Strafe zahlen, wenn Facebook hier nicht reagiere.

DATR-COOKIE

Anstoß nahmen die Brüsseler Richter dabei an dem umstrittenen Datr-Cookie, das von Facebook im Browser des Nutzers gespeichert wird und Informationen über das Surfverhalten des Nutzers auf Seiten mit dem Facebook „Like Button“ sammelt. Als problematisch sieht die belgische Datenschutzkommission dabei vor allem, dass das Cookie beim Besuch der Facebook Seite auch bei Usern installiert wird, die selber keinen Facebook Account besitzen. Somit können man bei Facebook auch ganze Nutzerprofile von Personen erstellen, die mit voller Absicht NICHT bei Facebook registriert sein wollen. Möglicherweise sogar aus genau diesem Grund: damit Facebook keine Daten über sie erhält.

FACEBOOK GEHT IN REVISION

Facebook hat bereits angekündigt gegen das Urteil in Revision gehen und gleichzeitig nachbessern zu wollen: „Wir werden gegen diese Entscheidung Widerspruch einlegen und daran arbeiten, die Beschränkungen für einen Zugriff auf Facebook in Belgien zu minimieren“. Man merke: NUR in Belgien.

COOKIE VERHINDERE CYBER-ATTACKEN

Alex Stamos, Facebooks Sicherheitschef, entgegnet den Kritikern, dass das Datr-Cookie verwendet würde um Fake-Profile zu entdecken und Cyber-Attacken zu vereiteln. Wenn das Cookie feststellt dass ein Web-Browser in wenigen Minuten Hunderte Seiten besucht, so kann man daran sehen, dass der Computer von einem Hacker kontrolliert würde. Die durch das Cookie gesammelten Daten, werden darüber hinaus nicht einzelnen Personen zugeordnet. Die Argumentation scheint aber doch eher an den Haaren herbeigezogen und stellt wohl kaum den angestrebten Nutzen des Cookies da.

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