Die Verbreitung von Ransomware per E-Mail ist zwar nicht neu, aber immernoch extrem gefährlich. Da die aktuelle Angriffswelle „Goldeneye“ eine neues Level an Professionalität erreicht, können jederzeit auch gut geschulte und aufmerksame Anwender zu Opfern werden. Daher sollten neben Schulungen noch weitere Maßnahmen ergriffen werden, die zum Schutz eines Unternehmen beitragen.

PHISHING ANGRIFFE – SO VERBREITET WIE NIE

Phishing Angriffe sind seit einigen Jahren auf einem beeindruckenden Hoch, so ist beispielsweise die Anzahl von Phishing E-Mails im Zeitraum vom Q4 2015 – Q1 2016 um unglaubliche 789% gestiegen (http://phishme.com/project/phishme-q1-2016-malware-review/). Im Jahr 2016 hat sich Ransomware erfolgreich auf diese Angriffsmethodik konzentriert und ist gemeinsam mit den Phishing Angriffen gewachsen. Mittlerweile ist auch die Professionalität dieser Angriffe enorm gestiegen, findet jedoch in Goldeneye nun ein neues Level der Professionalität von Massenemails. Bisher haben nur sogenannte High-Value-Targets, wie beispielsweise beim CEO-Fraud bei dem Automobilzulieferer Leoni (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Chef-Masche-Kriminelle-klauen-wohl-per-Social-Engineering-40-Millionen-Euro-3296847.html) solch professionelle Angriffe erfahren. Nun erreichen diese gefährlichen Angriffe viele Unternehmen.
Durch das immense Aufkommen von E-Mails vor allem im beruflichen Kontext gehen solch getarnte E-Mails gerne einmal durch die Sicherheitsnetze und enden in einer Infektion, die am Ende Datenverlust, Produktionsausfälle oder Datenabfluss zur Folge haben.

JEDER IST PHISHBAR

Alle potentiell betroffenen Mitarbeiter auf solche Angriffe aufmerksam zu machen und zu schulen ist ein wichtiger Schritt, um sich gegen künftige Phishing Angriffe zu wappnen. Doch auch jeder noch so gut ausgebildete Anwender ist phishbar: Es sind weitere Sicherheitsmaßnahmen angezeigt, um Phishing nicht als dauerhaftes Problem bekämpfen zu müssen.
So ist die Preisgabe von Informationen im Internet zwar einerseits ein beliebtes und wirkungsvolles Werbemittel, doch bergen diese Informationen auch ein Risiko: Angreifer sammeln diese und nutzen sie, um professionelle Angriffe zu gestalten. Daher sollte bei jeglicher Veröffentlichung, sei es in Soziale Medien, in Dokumenten, Stellenausschreibungen, oder auf der eigenen Website immer bedacht werden, dass ein Angreifer diese Informationen auch gegen Sie verwenden kann – und ob sich die Preisgabe dann immer noch lohnt.

MITARBEITER SCHULEN REICHT NICHT

Um sich gegen gespoofte E-Mails zu schützen sollte laut den Experten von it-seal.de beispielsweise der E-Mail Filter so konfiguriert werden, dass spezielle Einträge (bspw. SPF, DMARC, DKIM) überprüft werden. Zudem sollten die eigenen Einträge korrekt gesetzt sein. So kann die Bedrohung schnell und einfach gemindert werden, sodass es den Anwendern einfacher wird solche Angriffe zu entdecken.
Um speziell die Bedrohung durch Bewerbungsmails zu minimieren, kann zudem ein Online-Bereich eingerichtet werden, über den sich standardmäßig alle Bewerber melden und Dokumente hochladen. Wenn nun dennoch eine Bewerbungsmail ankommt, ist dies so ungewöhnlich, dass beim Anwender direkt die Augenbrauen gehoben werden.
Nichtsdestoweniger gilt: Beim geringsten Zweifel sollte man einen Anhang oder Link nicht öffnen und bei der IT-Abteilung oder dem IT-Dienstleister nachfragen. Es gibt dabei keine dumme Frage: Wenn 10 falsche Alarme helfen einen Ausbruch zu verhindern, spart das der IT-Abteilung viel Ärger und Aufwand.

Quelle: www.it-seal.de

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