Google unterstützt die Standardisierung von HTTPS. Zu diesem Zweck bekommen jetzt alle Seiten ohne Verschlüsselung von Google ein rotes X verpasst. Dies soll verdeutlichen, dass unverschlüsselte Seiten einfach unsicher sind.

RANKING-KRITERIUM

Seit gut eineinhalb Jahren fließt nun schon HTTPS als Rankingfaktor bei der Google Suche mit ein. Damals hieß es, dies würde vorerst noch nicht so stark einfließen um den Seitenbetreibern Zeit zum Nachrüsten zu geben. Ob dies immer noch der Fall ist, bleibt zu bezweifeln. Wie man damals im Google Webmaster Central Blog erfuhr behält sich Google das Recht vor, dies entsprechend zu verschärfen.

WINK MIT DEM ZAUNPFAHL

Im eigenen Browser „Chrome“ beginnt Google jetzt damit, die Besucher unverhohlen auf unverschlüsselte und somit unsichere Internetseiten aufmerksam zu machen. Kennt man bereits das grüne Schlosssymbol das bei verschlüsselten Seiten vor der URL-Adresse eingeblendet wird, so kommt in Chrome jetzt ein Schlosssymbol mit einem roten Kreuz neu hinzu. Dies soll das aktuell verwendete „weiße Blatt“-Symbol ersetzen und eine visuelle Warnung aussprechen. Auf Twitter ließ Pariza Tabris von Google Security bereits verlauten:

Tweet Security Princess

FEATURE SCHON IMPLEMENTIERT

Man kann die Funktion bereits im Chrome Browser aktivieren. Dazu muss man im geöffneten Browserfenster in die Adresszeile chrome://flags eingeben. Auf der erscheinenden Seite kann man nun via STRG+F (bzw. cmd+f auf mac) nach „Nicht sicheren Ursprung als nicht sicher markieren“ suchen. In dieser Zeile einfach aus dem Dropdown-Menü „Nicht sicheren Ursprung als nicht sicher markieren“ auswählen und auf Verlangen den browser neu starten. Voilá!

das rote X markiert unsichere Seiten

RÜSTEN SIE NACH!

Unsere Empfehlung ist auch ganz klar die: Rüsten Sie mit HTTPS nach. Die Zertifikate sind nicht sonderlich kostspielig, der Nutzen aber immens. Nicht nur, dass Ihr Google-Ranking davon profitiert, insbesondere Ihre Kunden werden es Ihnen danken, wenn sie wissen, dass sie ihre Adressdaten und E-Mail Adressen in einer sicheren Umgebung bei Kontaktanfragen oder Newsletter-Bestellungen eingeben.

Ähnliche Beiträge

Richtige E-Mail...

Im vergangenen Monat überprüfte das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht...

Datenschutzerklärung für...

Der Anteil von Nutzern, die heutzutage lieber mit dem Smartphone oder Tablet im Internet...

Datenschutz und WhatsApp? Wo...

Der Smartphone-Messenger Anbieter WhatsApp steht immer wieder in der Kritik, es mit dem...