Wenn von einem sicheren Server gesprochen wird, denkt wohl jeder zuerst an den Schutz vor Trojanern, Viren, Würmern und die digitalen Angriffe durch Hacker. Leider werden aber Schäden durch physische Einflüsse und auch „Low-Tech“ Attacken leider oft vernachlässigt.

SICHERHEITSKONZEPT ZUR GEFAHRENABWENDUNG

Neben den viel zitierten Hackerangriffen sind es vor allem Gefahren wie der Zutritt nicht autorisierter Personen, Brände, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit, die ein besonders hohes Risiko für sensible Geschäftsdaten und teuere IT-Infrastruktur darstellen. Daher ist es unumgänglich, ein schlüssiges und umfassendes Sicherheitskonzept zu erarbeiten, das es ermöglicht, potentielle Gefahren bereits lange vor ihrer Entstehung zu erkennen und zu verhindern.

ZUTRITTSKONTROLLE

Der Schutz des Serverraums beginnt schon bei der Zutrittskontrolle zum Unternehmen. Hier finden die verschiedensten Abstufungen statt. Vom Pförtner bis hin zum Retinascanner wird alles angeboten. Aber zu jedem sinnvollen Zutrittskontrollsystem gehört eine lückenlose Dokumentation. Nur so kann auch nachträglich jederzeit nachvollzogen werden, wann, mit welcher Karte, welche Tür geöffnet wurde. Durch zusätzliche Videoüberwachung des Eingangsbereichs kann eine zusätzliche Sicherheitskomponente hinzugefügt werden. Hier ist aber auf den datenschutzkonformen Einsatz zu achten (siehe Artikel unten). Der Serverraum selber sollte immer verschlossen sein, nur für das Personal, das unbedingt Zugang haben muss, zugänglich und auf keinen Fall als solcher ausgeschildert sein.

SENSOREN IM SERVERRAUM

Für den Serverraum werden Multifunktionssensoren angeboten, die einen Schutz vor vielerlei Bedrohungen anbieten. Mit bis zu acht integrierten Sensoren überwachen diese Geräte bis zu 18 Gefahren. Dazu gehört z. B. die ständige Kontrolle der Raumtemperatur um Ausfälle von Kühlaggregaten zu erkennen und daraus resultierende Systemausfälle zu verhindern. Für den Brandschutz kommt eine hochempfindliche Kohlenmonoxiderkennung zum Einsatz. Auch durch Beobachtung des Taupunktes lassen sich Schäden durch Wasserkondensation an Servern und elektronischen Geräten vermeiden. Sogar ein spezieller Leckagesensor, der durch die kontinuierliche Messung der Leitfähigkeit einen Wassereinbruch feststellt, kann hierüber problemlos in das System integriert werden.

DIE WICHTIGEN BASICS

In der Praxis zeigt sich, dass oft aber schon die einfachsten Prinzipien der Sicherheit vernachlässigt werden. Wichtige Sicherheitsgrundlagen, wovon viele mit wenig oder keinerlei Kosten einzuführen sind, sind zum Beispiel:

  • Der Serverraum soll stets verschlossen sein.
  • Nur eingeschränktes Personal darf Zugang haben.
  • Der Serverraum darf nicht als solcher beschildert sein.
  • Zusätzliche Brandlasten, wie alte Kartonagen oder ausrangierte Möbel haben im Serverraum nichts verloren.
  • Wasserführende Leitungen sind im Serverraum ebenfalls zu vermeiden.
  • Ein CO2-Feuerlöscher sollte nahe dem Raum zu finden sein.
  • Möglichst kein Fenster im Serverraum.
  • Eine Brand- und Rauchmeldeanlage mit Aufschaltung zur Feuerwehr sollte im Raum befindlich sein.
  • Im Serverraum nur antistatische Bodenbeläge verwenden.

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