Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, treffen sich Hessens Experten für Cybersicherheit am 26. Februar um sich zu neusten Forschungsergebnissen, Prävention und bessere Vernetzung zu beratschlagen.

FAKTOR ÖFFENTLICHE VERWALTUNG

Michael Waidner, Leiter am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) sieht die Ausbildung von Cybersicherheitsexperten in der öffentlichen Verwaltung als wichtiges Mittel der Prävention: „Man muss sehr viel für die Schulung dieser Experten bei der Polizei und in der Justiz tun. Gerade in der Justiz wird durch moderne IT vieles effektiver und effizienter gemacht.“ Aber auch den Mittelstand müsse man mit leichten Lösungen bei der IT-Sicherheit unterstützen. „Kleinere Firmen können es sich nicht leisten, eine eigene Task-Force dafür zu bilden.“

BESSERE VERNETZUNG

Auf Hessens erstem Cybersicherheitsgipfel soll in Frankfurt soll aber auch eruiert werden, wie eine bessere Vernetzung zwischen Land, Industrie und Forschung erreicht werden kann. Hierzu soll zukünftig regelmäßig ein „runder Tisch“ stattfinden. Neben dem Innen- und Wissenschaftsministerium sollen die vier Mitglieder des Center for Research in Security and Privacy (Crisp) ständige Mitglieder dieser Runde sein. Diese sind das Fraunhofer SIT, das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung, die Technische Universität Darmstadt und die Hochschule Darmstadt.

ERSTE FORSCHUNGSPROJEKTE

Es wird bereits an zwei zentralen Projekten gearbeitet. Das erste widmet sich der Thematik, wie man existierende Internetprotokolle verändern kann, dass sensible Internetverbindungen nicht mehr so einfach für Abhörzwecke umgeleitet werden können, das zweite versucht zu klären, wie man Software herstellen kann, „damit das Maß an Sicherheit von Webseiten und online gestellten Datenbanken von Anfang an vorhersagbar nach oben geht“.

DAUERHAFTE WIRKUNG

Das Ziel ist es auf Dauer eine Wirkung zu erzielen. Wie Waidner bemerkt: „Das Internet kann man aber nicht von jetzt auf sofort verändern. Das muss man ganz bedächtig machen, es sind in der Praxis immer nur kleine Schritte möglich. Jedoch können kleine Schritte oft große Wirkung für die Sicherheit erzielen, wie beispielsweise Änderungen in der Konfiguration.“ Wichtig ist aber, dass die Lösungen schnell umgesetzt werden: „Jetzt ist es so, dass jede Entscheidung, die man fällt, erst in etwa sechs Jahren Auswirkungen hat.“

Ähnliche Beiträge

Richtige E-Mail...

Im vergangenen Monat überprüfte das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht...

Datenschutzerklärung für...

Der Anteil von Nutzern, die heutzutage lieber mit dem Smartphone oder Tablet im Internet...

Datenschutz...

Die bayerische Datenschutz-Aufsichtsbehörde hatte im September stichprobenartig...