Datenschützer gehen auf die Barrikaden wenn es um das Thema geht, dass Automobilhersteller die Daten ihrer Kunden auswerten wollen. Kanzlerin Merkel sieht das jedoch ganz anders: Eine massenhafte Ausbeutung von Nutzerdaten soll, ihrer Meinung nach, Arbeitsplätze retten.

WETTBEWERB UM ZUKUNFTSTECHNOLOGIE

Merkel sieht den Knackpunkt im Wettbewerb um die Zukunftstechnologien. Diese würde man verlieren, wenn man nur auf Datenschutz setze. Ihrer Meinung nach werden sich diejenigen im Wettbewerb durchsetzen, die alle Daten der Automieter und Autobesitzer erheben und auswerten können. Eine klare Empfehlung sich an niedrigen Datenschutzniveaus der Länder zu orientieren, bei denen das so rechtens ist.

BEDROHUNG GOOGLE

Die große Bedrohung sieht man, wie so oft, im US-amerikanischen Megakonzern Google. Dieser drängt jetzt auch in den Automobilmarkt und will selbstfahrende Autos entwickeln. Der Hintergrund: Hier sollen neue Geschäftsmodelle entstehen, die auf einer exzessiven Auswertung von Nutzerdaten basieren werden. Dass bei solch einer Auswertung Kauf- und Fahrverhalten analysiert werden und sogar Bewegungsprofile erstellt werden können scheint die Kanzlerin aber nicht weiter zu interessieren.

ABSCHOTTUNG SEI FALSCH

Die Kanzlerin sieht den Datenschutz als Abschottung an – und die sei falsch. Wie die CDU-Vorsitzende verkündet und die Nachrichtenagentur Reuters berichtet: „Wer nur auf den Schutzgedanken setzt, der wird das, was ‚Datamining‘ heißt, nicht schaffen können. Der Wegfall alter Jobs durch die Digitalisierung könne nur wettgemacht werden, wenn die Industrie bei der Datenverarbeitung genau so gut ist wie bei der Verarbeitung von klassischen Werkstoffen“.

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