Laut Netzpolitik.org wurden vor dem Start der „Wiesn“ mit Millionen von Besuchern die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verbessert. So sollen die Millionen von Besuchern des größten Volksfestes der Welt vor Terroranschlägen geschützt werden.

ANGST VOR TERROR

Das Sicherheitskonzept für die Wiesn wird jährlich angepasst und verbessert. Die Angst vor einem Anschlag auf dem Oktoberfest gibt es bereits seit den frühern 80er Jahren. Damals hatte ein Rechtsradikaler am Haupteingang eine Bombe gezündet wodurch 13 Menschen starben und mehr als 200 verletzt wurden.

STRIKTERE KONTROLLEN

Eine der durchgeführten Maßnahmen ist es noch striktere Kontrollen durchzuführen. Nach den Terroranschlägen in Nizza, Berlin und London, bei der Lastwagen in die Menschenmengen gelenkt wurden, sollen in München sämtliche Fahrer und Mitfahrer vorher einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. Lieferverkehr und Besucherströme sollen zudem am Morgen entzerrt werden, wie der Sprecher des Kreisverwaltungsreferats, Johannes Mayer sagte. Besucher dürfen morgens immer erst auf die Festwiese, wenn der Lieferverkehr das Gelände wieder verlassen hat.
Der Lieferverkehr muss bei jeder Fahrt auf das Wiesngelände am äußeren Sperrgürtel erst bei der Polizei und anschließend nochmal an den Eingängen bei den Ordnungskräften den Zufahrtskontrollbeleg und einen Ausweis vorzeigen. Die Fahrzeuge wiederum müssen mit dem Kennzeichen angemeldet sein und die Ladung wird stichprobenartig kontrolliert.

BODYCAMS, VIDEOÜBERWACHUNG UND CO.

Eine neue Lautsprecheranlage kommt für Warndurchsagen, die Lenkung der Besucher bei Überfüllung und Räumung bei Unwetter zum Einsatz. Auch die Videoüberwachung wurde mit besseren Kameras ausgestattet. Polizeibeamte sind dieses Jahr auch erstmalig auf dem Fest mit Bodycams im Einsatz und ein polizeiinterner Messenger-Dienst soll die Kommunikation zwischen den Beamten verbessern. Zum zweiten Mal in Folge wird das Festgelände eingezäunt. Zugangskontrollen und ein Verbot großer Taschen sollen als weitere Sicherheitsmaßnahmen fungieren. Videoüberwachung ist in Sachen Datenschutz ohnehin schon ein heißes Pflaster, Bodycams setzen dabei noch mal eins drauf. Als das Kameraprojekt vor einem Jahr im bayerischen Innenausschuss des Landtags erstmals näher vorgestellt wurde, meldete der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri bereits Bedenken an und bezeichnete das Thema Bodycams ironisch als einen steten Quell der Freude.