Das Forschungsprojekt AN.ON-Next der Universität Regensburg wurde von der Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Andrea Voßhoff als besonderes positives Beispiel für die Entwicklung datenschutzfreundlicher Anwendungen ausgezeichnet.

DAS ZEITALTER VON BIG DATA

Wie Andrea Voßhoff anlässlich zweier Tagungen zu Big Data und Industrie 4.0 bekannt gab, führe die sich immer weiter verbreitende Digitalisierung unseres Alltags dazu, dass wir mehr und mehr digitale Spuren hinterlassen. Dabei sprach sie die Gefahren an, die von Smart-Cars, Fitnesstrackern und anderen vernetzten Geräten ausgehe:
„Umso wichtiger sind rechtliche Rahmenbedingungen, die nicht nur die Entwicklung innovativer Dienste und Geschäftsmodelle ermöglichen, sondern auch einen robusten Schutz der Privatsphäre garantieren. Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung ist hierzu ein wichtiger Schritt. Sie räumt dem Grundrecht auf Datenschutz einen hohen Stellenwert ein und stellt sicher, dass wichtige Grundprinzipien des Datenschutzes wie Datensparsamkeit und Zweckbindung auch in der digitalen Welt ihren Platz haben. Dies bedeutet nicht das Ende von Innovation, im Gegenteil: Ich setze darauf, dass die strengen Regeln der Datenschutz-Grundverordnung einen Anreiz für die europäische Digitalwirtschaft darstellen, datenschutzfreundliche Anwendungen zu entwickeln und diese am Markt als Qualitätsprodukte zu platzieren.“

INNOVATION AUS REGENSBURG

Im Rahmen des Forschungsprojekts „AN.ON-Next“ der Uni Regensburg soll unter anderem versucht werden Verfahren zur Anonymisierung über diverse technische Ansätze schon auf Ebene der Internetzugangsprovider zu implementieren. Dies soll den Internetnutzern standardmäßig einen Basisschutz bieten.

LOB VON VOSSHOFF

Wie Andrea Voßhoff auf den Seiten des BfDI lobt: „Gerade die Entwicklung von Anonymisierungs- und Pseudonymisierungsverfahren als Privacy by Default Lösungen stellen einen wichtigen Beitrag zur Wahrung des Datenschutzes dar. Es freut mich daher zu sehen, dass es entsprechende Bestrebungen gibt, Wege zu finden, dass Menschen die Entscheidungshoheit über ihre Daten behalten können. Ich hoffe, dass viele Unternehmen die Chance erkennen, mit Projekten wie diesen den Datenschutz nicht mehr als wirtschaftliches Hemmnis, sondern vielmehr als Wettbewerbsvorteil zu betrachten und für sich nutzbar zu machen“

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