Laut § 34 BDSG hat jeder ein sogenanntes Auskunftsrecht gegenüber allen Unternehmen und Behörden, die Daten über ihn gespeichert haben. Wenn ein Betroffener dieses wahrnimmt, muss dem Anfragenden zeitnah, vollständig, korrekt eine Auskunft erteilt werden. Ansonsten können Bußgelder bis zu 50.000 EUR nach den Bußgeldvorschriften des § 43 BDSG drohen.

ANFRAGEN HÄUFEN SICH

Wie Sie sicher schon festgestellt haben, häufen sich die Anfragen seit ein paar Jahren stetig. Zuletzt etablierte sich auch ein Trend Datenschutzanfragen als Sammelmail an sämtliche Firmen zu starten. Mehr dazu können Sie in unserem Artikel Datenschutzanfragen – Jetzt schon als Spam-Mail? lesen. Gründe für ernstzunehmende Auskunftsersuchen sind dabei vielfältig: zum einen werden Verbraucher aufgrund zunehmender Berichterstattungen kritischer. Aber auch unzufriedene Kunden nutzen ihr Recht auf Auskunft als Möglichkeit die Firma zu „ärgern“. Manchmal ist es auch einfach nur Neugier.

AUSKUNFTSRECHT BESTEHT IMMER

Das Aukunftsrecht des Verbrauchers besteht dabei immer, ganz egal ob Sie tatsächlich Daten über seine Person gespeichert haben oder nicht. Wenn Sie tatsächlich keine Daten gespeichert haben, so steht dem Verbraucher dennoch das Recht zu, genau dies zu erfahren. Das Auskuntsrecht aus § 34 BDSG ist natürlich auch einklagbar, weshalb einem Betroffenen bei Nichterteilung einer angefragten Auskunft der Weg zum Gericht offen steht.

SO REAGIEREN SIE RICHTIG AUF AUSKUNFTSANFRAGEN

Im optimalsten Falle leiten Sie das Auskunftsersuchen direkt an Ihren Datenschutzbeauftragten weiter. Fehlerhafte, nicht vollständige und nicht zeitnah erteilte Auskünfte können nämlich teuer werden. Sollte der Betroffene direkt vor Ihnen stehen ist es am Besten freundlich, ruhig und sachlich die Ihnen vorliegenden Daten zu besprechen, ohne dabei Internas auszuplaudern. Vielleicht können Sie aber auch dann den Datenschutzbeauftragten hinzubitten oder via Telefon mit einbeziehen.

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