Was wie eine Wunschvorstellung klingt ist bereits Realität geworden: „Matchlight“, das neueste Softwareprodukt aus dem Hause Terbium Labs soll nämlich genau das können und kann ab sofort eingesetzt werden.

WIE SOLL DAS FUNKTIONIEREN?

In der Regel dauert es über 200 Tage bis ein Datenleck identifiziert wird. Dabei werden 85 Prozent dieser Lecks von Dritten entdeckt. Matchlight behauptet dies in Minuten zu können.
Matchlight selber ist ein intelligentes System das das Darknet auf Wunsch des Nutzers nach gestohlenen Informationen durchkämmt. Wie es auf der eigenen Internetseite beworben wird: „Matchlight wirft ein Auge auf Ihre Daten, damit Sie das nicht zu tun brauchen.“ Als Nutzer muss man sich dort anmelden und seine entsprechenden Informationen hinterlegen. Findet Matchlight eine Übereinstimmung wird dem Nutzer ein Warnhinweis zugestellt. Der Benachrichtigungsdienst schlägt an bei Account Zugangsdaten, Sozialversicherungsnummern und geheimen Dokumenten. Nutzer können aber auch Keywords oder Muster überwachen lassen. So wird es zu einem nützlichen Tool um E-Mail Adressen, Kreditkarten und ID-Nummern zu überwachen.

WAS KOSTET DAS?

Für angemeldete Nutzer ist die Suche nach den ersten fünf persönlichen Infos kostenlos. Darüber hinaus kann man ein Abo für den vollen Zugang abschließen. Im B2B-Bereich kostet jedes Stück Information das überwacht werden soll 5 US-Dollar.

DATEN PREIS GEBEN UM SIE ZU SCHÜTZEN?!

Das ist natürlich der Knackpunkt: Will man wirklich die so sensiblen und wertvollen Daten einem Unternehmen anvertrauen, damit es diese überwacht? Gibt man damit seine Daten nicht direkt aus der Hand?
Matchlight hat auch hierauf eine Antwort: Information werden nicht in ihrer ursprünglichen Form gespeichert. Stattdessen wird durch einen Hashing Algorithmus ein unverwechselbarer „Fingerabdruck“ von der eigentlichen Information erstellt. Wie auf der Webseite behauptet wird: „Fingerprinting erlaubt es Matchlight das Darknet nach Nutzerinformationen zu durchsuchen, ohne diese Informationen irgendwem preiszugeben – noch nicht mal uns selber.“
Tyler Carbone, COO bei Terbium Labs: „Angriffe sind unvermeidlich wodurch organisatorische Daten und geistiges Eigentum immer bedroht sind. Wir verschieben das Machtgefüge jetzt zugunsten der Betroffenen, indem wir Unternehmen aller Größen ein Tool an die Hand geben, mit dem Datendiebstahl und Betrug schnell erkannt und bekämpft werden kann – und das Ganze vertraulich und erschwinglich“

Ähnliche Beiträge

Richtige E-Mail...

Im vergangenen Monat überprüfte das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht...

Datenschutzerklärung für...

Der Anteil von Nutzern, die heutzutage lieber mit dem Smartphone oder Tablet im Internet...

Datenschutz und WhatsApp? Wo...

Der Smartphone-Messenger Anbieter WhatsApp steht immer wieder in der Kritik, es mit dem...