Diverse Apps auf Smartphones, Apple Watch und sogenannte Wearables sammeln unsere Gesundheitsdaten um uns zu helfen, unsere Gewohnheiten zu überwachen und fit zu bleiben. Aber diese Gesundheits- und Fitnessdaten sind ein wertvolles Gut. Versicherungen sind daran sehr interessiert um Krankheitsrisiken einzuschätzen.

FREIWILLIGE ÜBERMITTLUNG AUCH NICHT PROBLEMLOS

Daher haben die ersten Versicherer bereits Bonusprogramme ins Leben gerufen, bei denen man als Versicherter Rabatte erhält, wenn man freiwillig Gesundheitsdaten an die Versicherung übermittelt. Einer freiwilligen Übermittlung ist auch nichts entgegenzusetzen. Sobald dies aber quasi jeder tut, wird es dahingehend schwierig, dass dann nur diejenigen sanktioniert würden, die dies nicht wollen. Laut heise online ist wohl bereits jeder Dritte bereit, seine Gesundheitsdaten dem Versicherer zur Verfügung zu stellen.

UND WIEDER MAL DIE CLOUD

Sobald die Daten auf dem Smartphone, Tablet oder einem der vielen Wearable Devices sind, wandern sie in die Cloud. Dort ist ihre Sicherheit bereits fraglich. Sobald diese aber auch noch auf Social Media Seiten wie Facebook oder Twitter gepostet werden, kann man sich bereits als „gläserner Patient“ einstufen. Wie Symantec in einer Studie herausfand, hat der Datenschutz bei Wearables einen äußerst geringen Stellenwert. Die sensiblen Daten waren auf den Servern der Anbieter fast überall extrem schlecht gesichert. In manchen Fällen gelang es den Sicherheitsexperten ohne großen Aufwand, die Gesundheitsdaten fremder Personen abzurufen, auch ohne großes IT-Wissen. Auch werden die Daten wohl in vielen Fällen ohne Einwilligung an andere Anbieter weitergeleitet. Im Schnitt wurden diese an fünf verschiedene, in einem Fall sogar an 14 Dritte weitergeleitet.

DAS SOLLTE MAN BEIM FITNESS-TRACKING BEACHTEN

Um die Gefahren, die aus datenschutzrechtlicher Sicht durch den Einsatz der Wearables und Fitness-Apps entstehen, möglichst gering zu halten, sollte man grundsätzlich nur so wenig Daten preisgeben, wie es für den jeweiligen Zweck notwenig ist. Viele Tracker wollen Positionsdaten aufzeichnen. Hier muss man sich bewusst sein, dass daraus ganze Bewegungsprofile erstellt werden können. Achten Sie darauf, dass Sie Daten nur freiwillig weitergeben und informieren Sie sich, wie Ihre  Daten geschützt werden und welcher Zweck und Umfang dem zugrunde liegen.