Die neue Datenschutzverordnung (DS-GVO), die ab dem 25.05.2018 über Nacht in Kraft tritt, wird von vielen Unternehmen mit eher negativer Konnotation erwartet. Nur vereinzelt finden sich positive Argumente. Ende Mai 2018 wird die neue Datenschutzgrundverordnung europaweit für den wirtschaftlichen und behördlichen Gebrauch an den Start gehen, was zum einen den personenbezogenen Datenverkehr innerhalb der EU regeln und zum anderen den freien Datenverkehr innerhalb des europäischen Binnenmarkts gewährleisten lässt.
Doch was den Verbraucher und vor allem den Kunden schützen soll, trifft bei vielen Unternehmen auf großen Widerstand.

IMMER HÖHERE KOSTEN VERBUNDEN MIT IMMER MEHR AUFWAND

Laut der deutschen Informationswirtschaft ist die Einführung der europaweiten Datenschutzgrundverordnung eine organisatorische und personelle Belastungsprobe. Über die Hälfte der Unternehmen rechnet damit, dass bei der Einführung nicht nur höhere Kosten für die anstehenden und notwendigen Schulungen entstehen, sondern auch ein höherer Arbeitsaufwand zur Folge haben wird. Laut ZEW Konjunkturumfrage der Informationswirtschaft von 2017 erwarten 54,4 % zusätzliche Kosten für Schulungen und Fortbildungen. 53,5 % hingegen verbinden die neue Verordnung mit einem höheren Arbeitsaufwand. Nur 5% glauben, dass sie sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken wird.

ÜBER DIE HÄLFTE DER UNTERNEHMEN IST UNTÄTIG

Knapp die Hälfte der Unternehmen in der Informationswirtschaft setzte sich seit der Bekanntgabe des Starttermins der neuen DS-GVO mit ihren Neuerungen auseinander. Die Mehrheit jedoch gibt an, von der innereuropäischen Regelung zwar Kenntnis besitzen, jedoch sich thematisch damit noch nicht befasst haben.

ITK-UNTERNEHMEN AN DER SPITZE

Branchenübergreifend befasste sich besonders die ITK-Dienstleister mit der kommenden Verordnung. Dienstleister aus der Rechts-, Steuer-, und Unternehmensberatern sowie Architektur- und Ingenieurbüros, aber auch in der Werbebranche und Marktforschung, kennen mehrheitlich die Verordnung noch gar nicht, bzw. haben sich mit ihr noch nicht befasst. Nur magere 5% setzten bis Ende 2017 die Neuerungen bereits um. Ein Viertel der Unternehmen schaffte zumindest Teilaspekte.
Fast 70% haben entweder noch gar nicht oder gerade erste damit begonnen, die Vorgaben in die Tat umzusetzen.

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