Das Internet der Dinge hat schon vielerlei smarte Geräte hervorgebracht: vom Smartphone und der Smartwatch zum Smartcar das vor dem Smarthome parkt. Der letzte Schrei sind jetzt auch smarte Koffer, die ihr Gewicht kennen, ihren Aufenthaltsort verraten und Bedarf auch mal das Smartphone wieder aufladen. Jetzt verbieten US-Fluglinien das Aufgeben solcher Koffer.

ECHT JETZT? SMARTE KOFFER?!

Der Trend bei Koffern geh, wie bei so vielen anderen Dingen, zu so genanntem smartem Gepäck. Teils mit GPS, Bluetooth, WLAN, RFID oder Mobilfunk ausgestattet, gerne auch mal mit einer eingebauten Waage, einer Alarmanlage, und manchmal sogar mit einem Motor. Kofferschlösser die ausschließlich auf das Handy des Besitzers reagieren, oder ein eingebautes Signal, dass den Besitzer daran erinnert, den Koffer nicht zu vergessen.
Möglich werden all diese Funktionen über einen eingebauten Lithium-Ionen-Akku.

NEIN – KEIN DATENSCHUTZPROBLEM

Wer denkt, das läge an einem Datenschutz- oder IT-Sicherheitsproblem, der liegt falsch. Der Grund für das Verbot liegt in der Verwendung der Akkus in solchen Koffern. Bereits im Dezember hatten drei große US-Fluggesellschaften Einschränkungen beim Transport angekündigt. Ab Mitte des Monats sind Lithium-Ionen-Akkus in aufgegebenen Gepäckstücken auch dann verboten, wenn sie im Koffer selbst fest verbaut sind. Sogar in der Kabine sind diese Zukünftig verboten. Hier dürfen die Akkus in der Kabine zwar mitfliegen, das Gerät aber muss in jedem Falle deaktiviert sein. Der Grund ist dabei ganz banal: Werden solche Stromspeicher beschädigt, können sie Feuer fangen. Während sich das in der Kabine eines Flugzeugs rasch erkennen löschen lässt, kann das im Laderaum zu einer ausgewachsenen Luftfahrtkatastrophe historischen Ausmaßes mutieren.

LIEBER NICHT

Eine schneller und unkomplizierter Ausbau des Akkus ist dabei nur bei den wenigsten Modellen vorgesehen. Sollte es doch möglich sein, deaktiviert die Entnahme natürlich alle „smarten“ Funktionen. Der Reisende kann dann seinen Koffer logischerweise auch nicht mehr verfolgen oder erfahren, wann das Schloss geöffnet wurde oder ob sich das Gewicht verändert hat. Vielleicht übertreiben wir es ja auch langsam mit der Nutzung von „smarten“ Dingen.

Ähnliche Beiträge

Richtige E-Mail...

Im vergangenen Monat überprüfte das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht...

Datenschutzerklärung für...

Der Anteil von Nutzern, die heutzutage lieber mit dem Smartphone oder Tablet im Internet...

Datenschutz...

Die bayerische Datenschutz-Aufsichtsbehörde hatte im September stichprobenartig...